Das richtige Alter für ein Baby

Diese oder ähnliche Fragen stellen sich viele Paare im Laufe ihres Lebens. Aber gibt es überhaupt eine Antwort darauf? Werfen wir einen Blick auf die Statistik (Österreich):

Die Zahl der Lebendgeborenen lag in den 1980er und 1990er Jahren bei Ø 90.000 pro Jahr. Im Vergleich dazu das Jahr 2010 mit 78.742.  Die Tendenz geht wieder ein bisschen mehr nach oben. Der Tiefstwert lag im Jahr 2006 bei nur 76.250 Neugeborenen.  Während in den 1980er Jahren Frauen durchschnittlich 26,4 Jahre alt, lag das Durchschnittsalter im Jahr 2010 bei 30,1 Jahren (Quelle: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/geburten/index.html). 

Die Zeiten und die Bedürfnisse drehen sich permanent. Doch was sagen diese Zahlen tatsächlich aus? Dass das Durchschnittsalter in den 2000er Jahre steil bergauf ging – lässt sich mit den Karrierechancen der Frauen erklären. Immer mehr Frauen verschieben ihren Kinderwunsch um ein paar Jahre nachhinten um sich die Chance auf die Karriere nicht zu verbauen. Heißt das aber jetzt, dass junge Mütter keine Chance auf Karriere haben? 

Ich denke auch hier hat sich die Zeit geändert. Es gibt sehr viele Möglichen von E-Learning bis Home Office um weiter an seiner Karriere zu arbeiten. Viele Firmen sind auch schon flexibler geworden in Zeiten von Smartphones, Tablets und Co. und unterstützen den Familienwunsch (ist aber klar dass solche Firmen die Ausnahmen sind)
Auf der anderen Seite werden viele erst viel später Mutter (40 aufwärts) – lässt sich so der Boom der Künstlichen Befruchtung erklären? 

In den Zeiten wo die Wirtschaft wächst sind statistisch gesehen weniger Geburten als in den Jahren wo es der Wirtschaft nicht so rosig geht . . . was sagt das über uns aus? Ich versuche es einmal zu erklären:
Wenn die Wirtschaft wächst und alles gut funktioniert gehen wir gerne arbeiten und versuchen vielleicht neue Dinge die Erfolgreich werden – daher ist die gesamte Konzentration auf die Arbeit. Wenn es der Wirtschaft jedoch ein bisschen schlechter geht, gehen wir nicht gerne Arbeiten weil wir kein Lob bekommen und fokussieren uns so auf die Familie . . .

Irgendwie ist die Vorstellung traurig, dass die Familie das Trostpflaster ist, oder? Diese Einstellung ändert sich glaube ich gerade wieder einmal. Ich kann jetzt nur aus persönlicher Erfahrung sprechen: Viele jüngere Paare machen sich mehr Gedanken über das Thema Kinder – ja klar der Wirtschaft geht es jetzt auch nicht besonders gut – aber vielen ist die Mobilität bewusst und natürlich dass wir alle arbeiten müssen bis wir wahrscheinlich 75 sind. Die Familie rückt einfach wieder in Vordergrund und ist für viele das wichtigtste!

Ich bin auch der Meinung – es muss jeder diese Frage selber beantworten. Es keine pauschale Antwort. Ich glaube jeder wird die Erfahrung machen: Es macht Klick und man weiß ab diesen Moment ist man bereit für ein Kind und ein Kind ist etwas absolut wunderbares und bereichert das Leben.  

Kommentare:

  1. Ich glaube, dass viele junge Menschen sich zu sehr abschrecken lassen von der - vor allem in Deutschland sehr stark - verbreiteten Meinung, man würde sein eigenes Leben aufgeben müssen, sobald ein Kind in das Leben tritt.
    Natürlich muss man abstriche machen, aber man muss sich auch nicht komplett zurück nehmen. Der Egoismus ist in meinen Augen hauptsächlicher Grund für weniger Geburten, wird sich aber auch wieder bessern.
    Ein bisschen mehr Mut zum Kind würde Deutschland sehr gut zu Gesicht stehen...

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  2. diese Meinung gibt es sicher - kann aber irgenwie nur daher kommen, dass man noch nicht 100% bereit ist ein Kind zu haben. Wenn ich bereit bin für ein Kind - dann bin ich auch bereit alles dafür zu tun bzw. aufzugeben :-)

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  3. Ich glaube, wir werden auch zu sehr verrückt gemacht von Dokus wie "Der Supernanny" und ähnlichen. Sicher, Kindererziehung ist nicht einfach und man möchte doch alles richtig machen, aber ich sehe schon bei meinen Freunden mit Kindern: die Bedürfnisse von Kindern UND Eltern dürfen in einer Familie nicht zu kurz kommen. Und dann kann (fast) nichts mehr schief gehen - interessanter Artikel - Grüßle Susanne

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  4. Ich denke auch, dass viel von der Umwelt eingeredet wird. Schon in der Schwangerschaft habe ich es gehasst wenn jemand sagte:"genieße die Zeit bis zur Geburt noch." ich mein, hallo?! wie hört sich das an?! Mein Leben ist EINDEUTIG schöner geworden durch meine wunderbare Tochter!!!

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