Fußball ist für groß und klein gleichermaßen spannend und interessant. Irgendwann will (fast) jedes Kind einmal in einem Verein spielen.
Kein zu früh oder zu spät
Das Spiel mit dem Ball verbessert nicht nur die Ausdauer und die Beinmuskulatur sonder auch die koordinativen Fähigkeiten. Je früher das Kind zum Ballspielen anfängt desto eher bekommt es ein Ballgefühl und die volle Kontrolle über das Spielgerät. Es gibt aber genügend Beispiele für Profispieler die erst sehr spät mit Fußball begonnen haben zB. Luca Toni, Stefan Maierhofer, etc.
Der Traum vom Profivertrag
Wer will nicht aussehen wie David Beckham, Geld ohne Ende haben wie Cristiano Ronaldo oder einfach Spaß am Spiel wie Lionel Messi? Jeder träumt von einem Dienstwagen von Audi – die Profikarriere bietet viel Freizeit und man muss auch nicht viel dafür tun. Zweimal am Tag laufen und ein bisschen Ball hin- und herschupfen, einmal pro Woche ein Match spielen und alle zwei Wochen eine schöne Dienstreise mit Flugzeug, Bahn oder Auto . . .
Man darf nicht vergessen, dass für diesen Traum viele Kindheiten zerstört hat! Viele Fußballprofis fühlen sich im Alter von 25 „ausgebrannt“ und wollen einfach nicht mehr. So ein Akademieleben in der Pubertät ist sicher hart. Die Kids sind weit von zu Hause weg, verlieren ihre Freunde (haben später natürlich 1000 beste Freunde) und haben einen enormen Leistungsdruck - jeden Tag. Es ist jahrelange harte Arbeit und ein ständiges unter Strom stehen.
Kinder als Handelsware
- 14 jähriger für 1 Mio Ablöse nach Hoffenheim
- 5 jähriger wird vom Manchester United verpflichtet
- 10 jähriger wird aus Japan nach Barcelona transferiert
- …
Nur ein paar Beispiele für wahnwitzige Transfers. Mich würde das Zutun der Eltern bei solchen Transfers interessieren. Ich als Vater würde mein Kind nie in ein anderes Land transferieren bzw. in eine Akademie oder sonst wohin schicken. Fußball mag schon wichtig sein – aber der Spaß an der Jugend und Kindheit darf nicht auf der Strecke bleiben.
Geliebt und gehasst
Wenn ein Kind zum fertigen Fußballprofi wird durchläuft er mehrere Stationen von Gefühlen. Zuerst sind die Fans skeptisch, dann lieben sie dich, dann vergöttern sie dich und wenn du einen Fehler machst oder in einem schlechten Team spielst wirst du gehasst. Man sollte die Kinder fragen ob sie damit umgehen können – dass auf der Tribüne nicht nur echten Fans sitzen sondern auch Leute die einem nur schlechtes wünschen . . . Kannst du damit umgehen?
Gute Aspekte und wenn schon 5-jährige verkauft werden, dann lässt es mich schon fast an Menschenhandel denken....
AntwortenLöschenLG Mella
ich finde es wirklich schlimm . . .
AntwortenLöschenWenn der Spaß auf der Strecke bleibt oder der reine Ehrgeiz der Eltern dahinter steht, kann das wirklich bittere Konsequenzen haben. Das betrifft nicht nur den Fußball.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Interessanter Artikel - ich persönlich finde, dass Ettern zwar konsequent sein sollten wenn Ihre Kinder mal wieder keine Lust haben zum Training zu gehen, letztlich aber aufpassen, dass der Spaß im Vordergrund steht.
AntwortenLöschenViele Grüße
Micha
Ich sehe das wie Sandra, solange der Spass vorhanden ist, stecke ich die Grenzen auch weiter. Aber wie oft steht nur der Ehrgeiz der Eltern im Vordergrund :(
AntwortenLöschenDas sehe ich auch so! Der Spass sollte nicht auf der Stecke bleiben, nur um eigene ergeizige Pläne umzusetzen.
AntwortenLöschenDanke für Deinen Beitrag! Grüßle Susanne
Das Mit dem frühvermitteln grenzt ja an Menschenhandel...
AntwortenLöschenTolle Aspekte!
Torben
Mit Deinen Themen sprichst Du mir aus der Seele.
AntwortenLöschenKinder sind keine Handelsware - weder für die Werbemaschinerie noch für die Eltern und dem Fußball.
Ich finde es eine Frechheit mein Kind weg zu schicken.
Das Leben ist Geld, nicht wahr? ...
Wann wird sich das endlich ändern? Wahrscheinlich so lange es Menschen gibt, nicht.
Hört sich krass an aber es ist doch so. Es gibt doch nur noch sehr wenige Orte, wo Geld nicht die Hauptrolle spielt!
Ist nur ein bissl Frust und Wut zugleich. Musste ich mal loswerden ;)
Beste Grüße Timm