In meiner ersten Kolumne habe ich bereits erwähnt, dass ich mit 22 das erste Mal Mutter geworden bin. Heute möchte ich gerne über die Vor- und Nachteile reden, wenn man sich entscheidet schon jung Eltern zu werden.
Meine Meinung ist, dass es das richtige Alter für Kinder nicht gibt. Manche fühlen sich schon um die 20 reif für Kinder, Andere erst mit Ende 30 und Einige nie. Das ist auch gut so!
Kinder zu haben bedeutet eigentlich in den meisten Fällen, sich von einigen Dingen des früheren Lebens verabschieden zu müssen, wenn man jung ist, sind das meist abendliche Lokalbesuche oder die Spontanität. Mit kleinen Kinder KANN man nicht spontan sein, oder ich kann es nicht! In meinem Fall waren diese Verluste nichts tragisches, ich hatte Spaß daran abends weg zu gehen, doch lieber wäre es mir immer schon gewesen einen Partner zu haben mit dem ich es ruhig angehen lassen kann. Für mich war tanzen gehen also lustig aber mehr ein Mittel zum Zweck.
Als ich meinen Mann dann kennen gelernt habe, nicht beim weggehen, da war für mich klar, dass ich nun nicht mehr gezwungen war jedes Wochenende wieder auf ein Fest zu gehen um Ausschau zu halten. Glück war, dass auch er nicht einer der Sorte war, die nur auf Spaß aus sind, sondern ebenfalls etwas Festes gesucht hat. Wir waren gerade etwas über 2 Jahre zusammen als unsere Tochter auf die Welt kam. Wir hatten Träume die Welt zu sehen, auf etliche Konzerte zu gehen, doch auch den Traum Kinder zu bekommen. Irgendwie haben wir es dem Schicksal überlassen denk ich und als wir von der Schwangerschaft erfahren haben war es auch nur Freude die wir empfanden! Wir haben diese Träume einfach auf einige Jahre später verschoben.
Das ist es nämlich was ich denke. Mit Kindern ist durchaus ein abenteuerliches Leben nicht vorbei, viele würden sagen Kinder bringen mehr Abenteuer mit sich als sonst etwas, und auch die Karriereleiter kann man auch mit Kinder noch problemlos hoch steigen. Vielleicht bringen die eigenen Kinder einen überhaupt erst auf die Art Karriere die man anstreben möchte.
Eine Sache, die sich bei mir aber ziemlich negativ ins Gedächtnis gebrannt hat war meine erste Schwangerschaft. Ich war damals 21 und habe mich auch bereit dazu gefühlt Mutter zu werden. Nun habe ich allerdings ein sehr jugendliches Äußeres, ich wurde immer schon für wesentlich jünger geschätzt (als ich ins Gymnasium kam dachten einige Eltern ich würde an diesem Tag eingeschult werden!!!). Es waren die Blicke auf der Straße die mich damals sehr verletzt haben. Es waren Blicke die gesagt haben: „Hättest du nicht besser aufpassen, erst die Schule fertig machen können. Hat dich niemand aufgeklärt. So jung und schon Mutter, das kann ja was werden!“
Ich habe das damals nicht verstanden und werde es nie verstehen. Es gibt natürlich Kinder, denen genau das passiert und die aus diversesten Gründen zu früh schwanger werden. Doch wäre es toll wenn unsere Gesellschaft dem gegenüber aufgeschlossener wäre, so dass diese Kinder keine Angst haben müssten um Hilfe zu fragen.
Nachdem meine Tochter dann geboren war, war es nicht mehr so schlimm. Ein süßes kleines Baby lenkt eigentlich so ziemlich jeden Blick auf sich! Ich hatte nach dieser Schwangerschaft schon öfter das Bedürfnis mich in der Öffentlichkeit „beweisen“ zu müssen, eine gute Mutter sein zu können!
Durch meine erste Schwangerschaft, oder eigentlich schon nach dem Entschluss heiraten zu wollen, bin ich auf viel negatives Feedback im Freundeskreis gestoßen. Sie konnten es nicht verstehen, fanden es zu früh oder dachten ich würde mir damit meine Zukunft verbauen. Für mich war es allerdings immer schon klar, dass ich früh Familie haben will, ich bin so aufgewachsen, auch meine Eltern waren sehr jung als sie geheiratet haben und Eltern wurden. Der Großteil meiner Freundinnen haben nach einiger Zeit allerdings begriffen, dass es meine Entscheidung ist und dass eine gute Freundin zuhört, ihre Meinung sagen kann, aber meinen Entschluss akzeptieren muss und einfach da sein sollte!
Nur EINE hat von Anfang an positiv reagiert und ist auch seit dem immer hinter mit gestanden!
Das ist auch eine weitere Sache die es für mich schwierig gemacht hat, mich als Mutter in die Gesellschaft einzufügen, all meine Freundinnen waren noch nicht mal annähernd bereit Mutter zu werden! Ich war nie der gesellige Typ, das heißt Stillgruppen oder Babytreffs um andere Mütter kennen zu lernen, kamen schon mal nicht in Frage. Außerdem war es auch dort meist Tatsache, dass die Mütter um die 10 Jahre älter waren als ich. Ein oberflächliches Gespräch über die Kinder, doch eine neue Freundin mit der man auch was zu tratschen hat wenn die Kinder zusammen spielen, war da leider nie dabei. Das hat sich bisher auch bei Spielplatzbekanntschaften oder den Müttern im Kindergarten nicht geändert.
Als Fazit kann ich also sagen, dass ich es liebe eine junger Mutter zu sein, ich freue mich schon darauf wenn meine Kinder größer werden und ich trotzdem noch so viel was sie tun nachvollziehen kann. Meine Kinder geben mir das Selbstbewusstsein dass ich zuvor nie hatte. Vor mir liegt aber auch noch so viel und ich bin froh, dass ich das mit meiner eigenen Familie erleben darf.
sehr schöner Text. Ich halte aber Babytreffs für eine tolle Sache. Hast du schon erfahrungen bei solchen treffs gemacht?
AntwortenLöschenlg Katrin
Hallo!
AntwortenLöschenJa ich war in einem wöchentlichen Babyclub mit meiner Tochter. Es war toll sich auszutauschen. Viele Mütter machen das und finden so einen Draht zu anderen Müttern. Ich habe mich dort auch unterhalten, das lag aber auch daran dass ich einige Leute dort schon kannte, denn wo ganz fremd hin zu kommen hätte den Nachteil, dass ich mich einfach so schwer öffnen kann!
Lg Penny