„Auf ein Wort“ mit Penny - die Gastkolumne



Zum Thema Essen gibt es hier in unserem Haushalt eine spezielle Beziehung. Mein Mann und ich achten als Eltern meist auf gesunde Ernährung, das müssen wir auch, denn bei unseren Kinder gilt das Prinzip „entweder ich werde unterhalten, oder ich esse eben.“ Viele Eltern mit denen ich über das Thema besprochen habe kommen oft mit dem Argument: „ Sei froh, bei meinen muss ich immer überreden dass sie überhaupt was essen.“ Das überzeugt mich dann wieder für die nächsten paar Stunden und ich stimme dem ein oder anderen, von meinen Kindern, gewünschten Snack zwischendurch eher zu. Gestern hat das ganze „Essen sobald ich was zu essen sehe“ jedoch ein neues Level erreicht. Mutter geht mit ihren zwei Kindern einkaufen. Einjähriger sitzt im Kinderwagen, bald Dreijährige läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn durch den Supermarkt.
 
 Es geht langsam voran, immer wieder wird etwas genau in Augenschein genommen, das ein oder andere Spielzeug wird angeblich noch dringend benötigt, im Kinderwagen wird ein wenig genörgelt. Alles ganz normal also! Bis wir zum Gebäck kommen. Die Mutter nimmt einen Stritzel, das Kind im Wagen sieht diesen, will diesen und die Mutter legt ihn in den Einkaufskorb. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Bub zuvor zu Hause bereits eine Jause bekommen hat, die Mutter aber nochmals vorgesorgt hat und ihnen vor dem Einkaufen auch noch ein Kipferl zum Teilen gekauft hat. Ich erwähne das noch mal explizit weil das jetzt erzähle Szenario etwas ganz anders vermuten lassen würde. Das Kind im Wagen fängt also, vom Leben enttäuscht, an hysterisch zu heulen. Die Mutter denkt, er würde sich sicher gleich wieder beruhigen wenn sie einfach mit dem Einkauf weiter macht. Das tut sie auch. Das kleinere Kind im Wagen beruhigt sich nicht! Er schreit unaufhörlich, immer wieder ein Hustenanfall dazwischen. Was die große Tochter tut? Auch nicht förderlich, fragt sie unentwegt was denn der kleine Bruder hat, warum er weint und ob sie die Brezel aufmachen kann. Die Mutter geht ihre Liste weiter durch und die nächsten drei Gänge weiter. Dort, bei den Milchprodukten, trifft sie auf eine Verkaufskraft die, erst das Kind im Kinderwagen, dann die Mutter verstört anschaut, danach versucht sich wieder ihrer Arbeit zu widmen, und dann doch fragt „schreit die Kleine so?“ Die Mutter kurz zurück „ Ja, ER schreit so!!!“ Sie weiß nicht wer in der Situation der Schuldige ist, stellt sich vor den Kinderwagen und sagt mit einem netten Lächeln „Na was hast du denn?“ Liebt jedes Kind von jemand Fremden angesprochen zu werden, wenn es sich eh schon aufregt, so auch dieses- es brüllt noch hysterischer und lauter. 
 
Die Mutter setzt also dann ihren Weg zur Kassa fort, hält dann doch irgendwann entnervt an, reißt die Kekspackung auf und gibt jedem Kind ein Keks! Keks in den Mund und das ist sie nun, die lang ersehnte RUHE! Zumindest für die Zeit die Beide benötigen, um ein Keks zu essen  und auch hier sind diese Kinder rekordverdächtig!
 
Eure Penny

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