„Auf ein Wort“ mit Penny - die Gastkolumne


Anlässlich unseres. in ein paar Tagen anstehenden, Urlaubs möchte ich mich heute genau diesem Thema widmen. Wir sind sicher keine Eltern, die von vorne herein auf Dinge verzichten, nur weil wir Kinder haben und „man“ sagt dass das mit Kindern nicht gut funktioniert. Probieren geht über studieren, das ist auf jeden Fall unsere Devise wenn es ums Reisen geht. Bei manchen Dingen wurde die Annahme, es wäre kein geeigneter „Familienurlaub“ bestätigt, doch so manche tolle Erinnerung haben wir ebenfalls aus Urlauben, die wir besser mit Babys als Mitreisenden nicht machen hätten sollen. 
Wir sind mit einem drei Monate alten Baby zum Citytrip nach London geflogen, wir haben mit einem 9 Monate alten Baby eine zweitägige Anreise durch Zug und Fähre nach Sardinien gewagt und nur zwei Monate später noch mal eine zweitägige Autofahrt plus campen in einem VW Bus versucht. Wir haben mit einem 18 Monate alten Baby plus im siebten Monat schwangeren Mama erneut eine Reise nach London gemacht und uns mit einem fast zwei Jahre alten Kind plus 3 Monate alten Baby wieder zu einer 20-stündigen Autofahrt für einen Campingurlaub in einem Zeltanhänger an der französischen Küste  aufgemacht. 
Was haben wir nach all dem gelernt? Man sollte auf jeden Fall den Urlaub machen, den man sich wünscht. Man muss kompromissbereit sein und sich auf diverse Änderungen gegenüber Urlauben ohne Kinder einstellen, doch wenn man selbst locker an die Sache ran geht, dann fließt das automatisch in das Gemüt der Kinder über. Weiters ist es so, umso kleiner sie sind, umso unkomplizierter. Man muss bei einer 20–stündigen Autofahrt vielleicht auch mal das Stillen hinter dem Steuer um 3 Uhr Früh in Kauf nehmen, doch sonst sind die kleinsten Mitreisenden die einfachsten. Beginnt ein Kind erst zu reden und selbstständig zu handeln braucht es seinen Rhythmus und seine Routine. Es ist schwer für ein Kleinkind eine Autofahrt die zwei Tage und eine Nacht dauert einfach wegzustecken, abgesehen von dem geringen Platzausmaß in einem Zelt. Der Tagesablauf ist komplett unterschiedlich zu dem Zuhause und eine psychische Unruhe ist vorprogrammiert. Ist das Kind sensibel geht das dann in psychosomatische Erkrankungen über und man hat selbst gar nichts vom Urlaub. Heißt also, man sollte keine Angst haben mit Kindern auch Urlaube zu machen die in den Familienreiseführern eher nicht empfohlen werden, wenn man selbst ein gutes Gefühl bei der Sache hat. Hat das Kind erst Kleinkindalter erreicht muss man unbedingt Rücksicht auf die in diesem Alter typische Entwicklungen nehmen und dem Kind versuchen eine neue Routine zu schaffen. Experte bin auch ich auf dem Gebiet natürlich nicht, ich spreche nur aus meinen Erfahrungen. Sicher ist, dass unser letzter Urlaub kein toller war, einfach weil das fast zweijährige Kind keinen Rhythmus mehr hatte und so alle Krankheitserscheinungen bekommen hat, die man  sich denken kann, die jedoch ALLE bei unserm frühzeitigen Urlaubsabbruch schon bei der Heimreise wieder verschwunden sind. 
Für dieses Jahr ist also ein Zwischenstopp samt Übernachtung in einem Hotel geplant und für den Aufenthalt haben wir ein Haus gebucht in dem wir unseren ganz eigenen neuen Urlaubsrythums kreieren können! Ich werde meine Ergebnisse gerne hinterher teilen!
Eure Penny

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